Das Leben Wie Ich Es Liebe: Oder Auch – Hungerhaken Unerwünscht

Etwas fällt im Sommersemester besonders auf. Der Schrei nach der perfekten Bikinifigur wird immer lauter, je heißer es draußen wird. Neidvolle Blicke fallen auf Kommilitoninnen, die Size 0 näher sind als man selbst. 
Ich hab gut reden, sagen meine Freundinnen immer. Schließlich passe ich ja locker überall rein und bin super dünn. 
Ach kommt schon! 

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Das Leben Wie Ich Es Liebe: Oder Auch – Vom Lernen Und Leben

Inspiriert durch ein Gespräch beim letzten Mädelsabend zum Thema “Wie gut, dass wir keine 16 mehr sind” und das Durchstöbern alter Fotos, möchte ich ein bisschen was zum (mehr oder weniger) erwachsen werden ausplaudern. Das Foto zeigt mich mit 16 nach dem Kauf meiner ersten Louis Vuitton Tasche in Paris. Ob es nun die Stadt allein oder in Kombination mit der Errungenschaft ist, die mich so grinsen lässt oder vielleicht sogar ein super toller Teenie Schwarm, ist egal. Aber ich grinse. Grinsen tun Teenager Mädchen ja oft, wenn sie nicht gerade einen Heulkrampf haben oder total wütend die Tür hinter sich zuschlagen. Behauptet hab ich zumindest immer, ich sei eine von den angenehmen Fällen gewesen. Klar in gewisser Weise mag das stimmen, Komasaufen oder trotz Hausarrest (was ich eigtl sowieso nie bekommen musste) aus dem Fenster fliehen habe ich mir nie erlaubt. Aber zicken und auf die Tränendrüse drücken konnte ich mindestens so gut, wie die anderen Mädels. Aber was ist es, das uns mit 22 diesem Alter keinesfalls nachtrauern lässt? Fehler machen wir ja immer und neue Erfahrungen, manchmal gut und manchmal eben nicht, macht man sein Leben lang. Nur im Alter zwischen 15 und 18 scheint das extrem zu sein. Vielleicht weil wir dann einen großen Schritt Richtung erwachsen werden machen, weil wir uns zum ersten Mal richtig verlieben, zum ersten Mal vieles selbstständig regeln müssen, wir eine Ausbildung beginnen oder auf das Abitur zusteuern und wir uns so langsam darüber klar werden müssen, wer wir sein wollen oder aber eben auch weil wir zum ersten Mal richtig hart auf dem Boden der Tatsachen landen müssen. Fakt ist also, dass ich einfach froh darüber bin, zu wissen wie hart die Tatsachen wirklich sein können und in der Lage zu sein, das Leben in die Hand zu nehmen und sich zu entwickeln. Wir haben gelernt, dass die Tür knallen doch nicht so in ist und die coolsten Jungs manchmal nicht die klügsten sind. Wir wissen, dass das Leben nach schlechten Küssen nicht zu Ende ist und wir mehr als nur Spinat auftauen können. Über 20 fühlt sich einfach besser an, weil wir angefangen haben, das Leben in die Praxis umzusetzen.

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